Pressebericht OSTSEE-ANZEIGER, 7. März 2001

    "Hiesige Landwirte mit gutem Gewissen, Rainer Perlitz und Torsten Zahlmann stehen Kunden am 9. März Rede und Antwort"

    Wolfshagen.
    "Wir stehen dafür ein, was wir tun. Als einheimische Landwirte haben wir nichts zu ver- bergen. So wie wir unsere Rinder halten, können wir das mit ruhigem Gewissen vor- zeigen."
    Seit zehn Jahren steht der diplomierte Landwirt Rainer Perlitz auf eigenen Füßen und hat sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Sabine, die von Beruf Lehrerin ist, etwas aufgebaut, worauf beide stolz sein können. Als Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Agra GmbH Wolfshagen sowie dem Tochterbetrieb Landwirtschafts- und Viehzucht GmbH Franzburg werden 3000 ha Land und Grünflächen bewirtschaftet und 1000 Rinder ge- halten.
    Die knapp 20 Beschäftigten haben damit alle Hände voll zu tun, was jeder nachvollziehen kann, ohne Fachmann sein zu müssen.
    Zwei Drittel der Einnahmen resultieren aus dem Raps- und Getreideanbau, ein Drittel aus der Viehwirtschaft. Die relativ zufrieden stellenden Erträge ermöglichten es in den letzten Jahren, in Technik und modernen Ställen für die 200 Milchkühe zu investieren. Vor allem der Lebens- raum für die Kühe ist sehr komfortabel gestaltet und Übertrifft die ökologischen Haltungsstandards. Jedem Paarhufer stehen neun Quadratmeter (vorgeschrieben sind sechs) zur Verfügung. "Die Tiere danken es uns durch die sehr guten Milchleistungen", sagte Rainer Perlitz. "2,2 Millionen Liter im Jahr dürfen wir produzieren." Die Milch wird täglich in Spezialfahrzeugen der Molkerei Dargun abgeholt. "Das klappt bestens", bestätigte er. Kurz hinter Richtenberg in Papenhagen, Richtung Wolfshagen, wurde in den letzten fünf Jahren in einem modernen vier ha großen Betriebshof mit Wohn haus für die Familie investiert. Ein paar langhaarige Rinder haben hier ein gutes Leben. Kleinvieh soll demnächst hinzu kommen. "Wir wollten die Flächen nicht als Rasen liegen lassen, sondern den vorbeifahrenden deutlich machen, dass hier ein Landwirtschaftsbetrieb ist."
    Vorzeigen kann Rainer Perlitz auch seine gegenwärtig 480 Bullen, darunter solche Prachtexemplare, die bereite 650 kg auf die Waage bringen und schlachtreif sind. Die Kraftprotze können sich gut bewegen, sind sauber und stehen auf Stroh, wenn auch noch in alten Ställen. Etwa 100 von der Gesamtzahl stammen aus eigener Zucht, sind dort aufgewachsen und gemästet worden. Über jedes Tier führt Frau Perlitz genau Buch.
    Durch den Kraftfuttereinsatz werde die Gewichtszunahme beschleunigt. Das habe aber nichts mit Tiermehl zu tun, versicherte der Landwirt, denn der Einsatz sei bereits seit 1994 verboten und daran werde sich strikt gehalten. "Die Futterhändler können nachweisen, aus welchen natürlichen Produkten sich das Kraftfutter zusammen setzt. Unsererseits tun wir alles, damit die Verbraucher unbedenklich und mit Genuss Rindfleisch essen können", so Herr Perlitz. Künftig will er einige der Bullen direkt an die Fleischerei Zahlmann in Groß Lüdershagen liefern. Nachdem sie zum Anklamer Schlachthof gebracht worden sind, gelangen die Hälften ohne Kopf und Innereien zu dem Handwerksbetrieb Zahlmann, werden dort fachgerecht zerlegt und kommen als bestes Muskelfleisch auf den Ladentisch der acht Verkaufs- stellen in Stralsund, Richtenberg, Franzburg und Barth. Ab 20. März ist die Fleischerei Zahlmann mit einem umfangreichen Angebot auch im STRELAPARK präsent.
    Am 9.März von 8.bis 18 Uhr stehen Rainer Perlitz und Fleischermeister Torsten Zahlmann in der Verkaufsstelle Heinrich-Heine-Ring 92 in Knieper West den Kunden zur Verfügung, geben Auskunft zu BSE, zur Rinderhaltung sowie zum unbedenklichen V erzehr von gutem Rindfleisch.

    (von M. H., OSTSEE-ANZEIGER, 7. März 2001)